Gua Sha – eine traditionelle Schabemethode für die moderne Medizin

Gua Sha ist in Asien unter Therapeuten die traditionelle Medizin seit Jahrhunderten. Gua Sha ist als Erstmassnahme bei Krankheiten weit verbreitet und wird auch in Europa immer bekannter.
Gua bedeutet "Bewegung in eine Richtung, schaben" und
Sha bedeutet "alles Schlechte wegkratzen" oder wörtlich "nach Cholera schaben".
Im Gegensatz zu den klassischen europäischen Methoden zielt die chinesische Medizin darauf ab, nicht ein Symptom zu behandeln, sondern die Ursache der Krankheit, und die moderne Wissenschaft findet immer mehr Beweise für die Richtigkeit dieses Ansatzes.
Klinische Fragen & Antworten (FAQ):
Behandlung und Reaktionen
  • Bei dieser Methode wird die eingeölte Haut mit speziellen Schabern aus Jade oder Büffelhorn gereizt. Auf diese Weise treten das Blut und die Stoffwechselschlacke, die das Oberflächen-Gewebe und die Muskeln verstopfen, aus den Gefäßen aus. Dabei werden die pathogenen Faktoren beseitigt und es entsteht ein Gleichgewicht der Energien im Körper. So wird ein normaler Kreislauf und Stoffwechselprozess angeregt, und auch die Selbstheilungskräfte werden aktiviert.
  • Gua Sha erhöht radikal die Mikroperfusion im Gewebe, und noch Tage nach der Behandlung können immunanregende und entzündungshemmende Prozesse in Gang gesetzt werden.
  • Die entstehenden Rötungen, Hämatome und Petechien dienen nicht nur der Ableitung der pathogenen Faktoren über die Haut, sondern sie werden auch zur Diagnose genutzt.
  • Anschließend verschwinden diese in der Regel innerhalb von 2-3 Tagen. Nur in Fällen, wo der Ursprung der Krankheit sehr tief ist, kann es länger dauern.
Indikationen

Da Flüssigkeits- und Blut-Stasen gelöst werden, wird Gua Sha mit großen therapeutischen Erfolgen angewendet:

  • bei Schmerzen und Verspannungen des Bewegungsapparates
  • bei akuten Infekten der Atemwege und des Verdauungstrakts und
  • vielen anderen akuten und chronischen Erkrankungen

 

Auch kleinste Myogelosen, Verhärtungen und Verklebungen können so ertastet und behandelt werden.

Wie sind die Behandlungsabstände?

Die Gua-Sha-Therapie wird ungefähr in wöchentlichen Abständen wiederholt.

Kontraindikationen
  • ausgeprägte Bindegewebeschwäche
  • Blutungsneigung
  • starke Veränderungen des Blutbildes
  • Hautveränderungen und -erkrankungen
  • Herz- und Kreislaufschwäche
  • Implantate
  • Fortgeschrittene Infektionserkrankungen
  • Schwangerschaft